Teilen:
Ryan
Faces of Aruba: Interview mit Tattookünstler Ryan Tromp

Ryan ist ein richtiger Arubaner. Er wurde auf der Insel geboren und ist hier aufgewachsen. In die Ferne hat es ihn nie wirklich gezogen – dafür gefällt es ihm Zuhause viel zu gut. Ironischerweise sind es genau die vielen Touristen die aus aller Welt nach Aruba reisen, die ihm bewusst machen wie besonders die Insel ist.

“In meinem Beruf habe ich tagtäglich mit vielen Touristen zutun, und viele erzählen mir, wie gerne sie auf einer paradisischen Insel wie Aruba leben möchten. Da merke ich schon, wie gut ich es habe,” erzählt Ryan.

Außerdem scheint immer die Sonne – und das ist ein schlagendes Argument für die Insel.

Zur Tattookunst kam Ryan eigentlich per Zufall. Seine Frau zog für ihr Studium nach Kolumbien, und Ryan flog hin und her um sie zu besuchen. Während einer dieser Reisen entschied er sich, ein Souvenir für die Ewigkeit mitzunehmen und ließ sich ein Tattoo stechen. Im Tattooladen entdeckte er, dass der Großteil des Equipments zum Verkauf stand und in seinem Kopf begann es zu brodeln.

“Sowie ich Zuhause angekommen war, schickte ich meiner Frau meine Ersparnisse und bat sie, die nötige Ausrüstung für mich zu besorgen und nach Aruba zu schicken.”

Und damit begann also Ryans Karriere als Tattookünstler.

Alleine ist er dabei auf der Insel bei Weitem nicht. Tattookunst hat auf Aruba zwar keine sonderlich lange Tradition, auf die Ryan und seine Kollegen zurück schauen könnten, doch Tattoos werden auch hier immer beliebter. Vor fünf Jahren gründete Ryan deshalb auch die Aruba Tattoo Convention, die einmal jährlich statt findet: www.arubatattooconvention.com 

“Das Event steigert das einheimische Interesse an Tattoos, aber auch das interenationale Interesse an Tattookünstlern aus Aruba.”

Ryans Kunden sind sowohl Arubaner also auch Touristen aus der ganzen Welt. Sie kommen aus den USA, Südamerika, Holland und Deutschland, um die Insel zu erkunden, aber auch um sich von ihm tättowieren zu lassen. Sein Tattoostudio "Inspiration" liegt im Nordwesten der Insel, in Palm Beach, wo auch die meisten Inselbesucher ihre Hotelzimmer beziehen. In der Nachbarschaft gibt es viele Restaurants, Clubs und Einkaufsmöglichkeiten – Laufkundschaft gehört also zum Tagesgeschäft.

Viele möchten ihren Urlaub auf der One Happy Island mit einem Tattoo abrunden, das Bezug zur Insel hat, und so sind verschiedenste Aruba-Tattoos besonders beliebt.

“Fast täglich möchte jemand ein Arubamotiv tättowiert bekommen. Vom typischen Divi-Divi-Baum über die Flagge oder den Stern der Flagge bis hin zum Umriss der Insel. Überlege dir ein Arubatattoo, und wir haben es mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit schon einmal gemacht.”

Am schönsten und bedeutungsträchtigsten ist bestimmt der Divi-Divi-Baum – das Wahrzeichen der Insel und Hommage an die einzigartige Naturschönheit Arubas.

Falls ein Tattoo zu viel Überwindung kostet, verrät Ryan uns doch noch, welche Souvenirs sonst noch besonders gut ankommen. In der Nachbarschaft seines Tattoostudios gibt es viele kleine Läden, wo man Treibholz mit arubanischer Kunst oder Divi-Divi-Bäume aus Glas kaufen kann, doch auch eine Flasche einheimischen Rum sollte man mit nach Hause bringen.

Zu guter Letzt möchten wir natürlich wissen, an welchem Ort auf der One Happy Island Ryan am glücklichsten ist?

“Am liebsten verbringe ich meine Zeit am Strand – am Besten, wenn ich mir einen Tag frei nehme und meine Tochter auch noch mitnehmen kann.”

Doch auch “off-roading” mit einem Jeep oder ATV steht ganz oben auf der Liste.

“Und für einen entspannten Cocktail empfehle ich die Sandbar, bgeich neben meinem Tattoostudio.”

Und damit steht einem gelungenen Urlaub inklusive besonderem Souvenir fürs Leben nichts mehr im Weg!

Mehr von Ryans Tattookunst findet ihr auf Instagram und Facebook!

About the blogger: Kathi Kamleitner
Kathi war schon immer im Reisefieber und inspiriert mit ihren Geschichten am liebsten zu authentisch einheimischen Erlebnissen. Ihre Spezialität liegt bei ihrer Wahlheimat Schottland und en umliegenden nordischen Ländern und Inseln, doch auch die Strände, Klippen und Wälder der Karibik und Lateinamerikas haben es ihr angetan. Sie teilt ihre Reisetipps, Fotos und ‘Local Stories’ auf ihrem Blog Watch Me See und ist eine der zehn Autorinnen der Reiseplattform Travelettes. http://watchmesee.com http://travelettes.net