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Kitesurfing in Palm Beach
Geheimtipp für Wassersportbegeisterte: Kitesurfen auf Aruba

Gemeinsam mit Bonaire und Curacao gehört Aruba zu den „Inseln unter dem Wind“ und macht seinem Namen alle Ehre! Die beste Windzeit ist von Januar bis September mit ca. 18 bis 27 Knoten. In diesem Zeitraum gibt es auch fast keinen Regen und außerdem liegen die ABC-Inseln außerhalb des Hurrican-Gürtels. Aruba ist aufgrund der landschaftlichen Einzigartigkeit und der Strände ein sehr beliebtes Reiseziel bei Nordamerikanern und deshalb solltest du deine Unterkunft sowie deinen Flug rechtzeitig buchen um zur besten Windsaison auf der Insel zu sein und die „One Happy Island“ genießen zu können.

Um die ersten Meter am Brett zu fahren benötigt man je nach Talent und Vorkenntnisse ca. 3-4 Unterrichtslektionen in einer Kiteschule. Kitesurfen sollte auf jeden Fall in einer Kiteschule erlernt werden, um die Safety-Grundlagen sowie Vorfahrtsregel zu kennen und um sich und andere nicht in Gefahr zu bringen. Für 4 Unterrichtslektionen bezahlst du ca. $ 400 Dollar – der Preis ist rund um die Welt an allen guten Kiteschulen nahezu gleich hoch. Zuerst lernst du die theoretischen Grundlagen und wie man einen Kite aufbaut, bevor du deine ersten Übungen am Trainerkite und schließlich am richtigen Kite im Wasser machen kannst. Kitesurfen kann beinahe von jedermann in fast jedem Alter erlernt werden – etwas Mut, keine Angst vor dem Wasser und ein kleines bisschen Talent vorausgesetzt!

Der Fisherman’s Hut Beach ist der Kitesurf-Hauptspot auf Aruba. Anfänger können bei den Kiteschulen Kitesurfen erlernen und Fortgeschrittene finden traumhafte Bedingungen mit flachem Wasser zum Freestylen vor. Außerdem gibt’s rundherum Bars, Restaurants und Hotels, sodass man alles, was man als Kitesurfer benötigt, an einem Traumstrand findet. Der Wind am Fisherman’s Hut Beach ist ablandig und böig, deshalb solltest du auf jeden Fall mit den Locals sprechen und die Hinweise der örtlichen Kiteschule beachten um zu wissen, ob du bei einem Notfall mit dem Boot aus dem Wasser gefischt wirst.

Für Fortgeschrittene und Wavekitesurfer empfiehlt sich ein Ausflug an den rauen Boca Grandi Strand. Die 500 Meter lange Bucht bietet On-shore Bedingungen. Da die Strömung sehr stark ist, trifft man hier auf keine Schwimmer und sollte als Kitesurfer wissen was man tut. Wenn du planst einen Kitesurftag am Boca Grandi zu verbringen, solltest du auf jeden Fall genügend zum Trinken und Essen sowie einen Sonnenschirm für Kitepausen mitbringen, denn hier gibt keine Restaurants oder Bars und die Sonne brennt erbarmungslos vom Himmel. Den Boca Grandi erreichst du am besten mit einem Mietauto.

Anfang Juli treffen sich jedes Jahr hunderte Kite- und Windsurfverrückte zum „Aruba Hi Winds“ Festival. In verschiedenen Bewerben können Amateure an den Stränden von Fisherman’s Hut ihr Können unter Beweis stellen. Nebenbei kommt der Spaß und das Beachlife natürlich auch nicht zu kurz! Als ambitionierter Amateur kannst du dich auch für eine Teilnahme am „Aruba Hi Winds“ anmelden und dich mit anderen Wassersportlern aus aller Welt messen.

Was ist, wenn es trotz der guten Windbedingungen mal windstill sein sollte? Dann kannst du dein Stand Up Paddle Board auspacken oder ausleihen und in der Boardshort die traumhaften Buchen erkundigen, in das kristallklare Wasser unter deinen Füßen blicken und hoffen, dass du eine Schildkröte beim Tummeln im Wasser beobachten kannst.

Ein Tipp für die Anreise nach Aruba: Die Anzahl der Kiteschulen ist nicht groß und einige bieten keinen Kite-Materialverleih an, weshalb du besser dein eigenes Material mitnehmen solltest, wenn du keinen Kurs in der Kiteschule machst. Auf Flügen mit KLM kann man anstelle eines Koffers auch das Surfgepäck anmelden. Wer braucht bei 27 Grad Wassertemperatur und mehr als 30 Grad Lufttemperatur schon mehr als Badesachen, eine Boardshort und ein paar T-Shirts, die man im Handgepäck verstauen kann?

About the blogger: Melanie & Jürgen
Auf ihrem Reiseblog Travel Pins schreiben Cori und Flo am liebsten über Aktiv- und Genussreisen. Von ihrer Heimat Österreich aus haben sie ihre auch schon so manches Inselabenteuer rund um den Planeten unternommen. Da war es doch nur eine Frage der Zeit, bis sie auf Aruba stoßen mussten, oder?