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Arubas Bevölkerung
Aruba

Der kleine Inselstaat Aruba beheimatet 120.000 Einwohner aus über 90 Nationalitäten – kein Wunder, wenn man seine turbulente multi-kulturelle Geschichte betrachtet. Vor allem die niederländische Kolonialzeit hat die Insel geprägt, aber über die Jahre fanden sich viele weitere Nationalitäten ein. Die Einwanderer stammten aus Südamerika (vor allem aus Kolumbien, Venezuela und Peru), anderen Karibikinseln, weiter entfernten Ländern wie China, den Philippinen und afrikanischen Nationen. Viele Arubaner blicken heute auf Caquetio-indianische, afrikanische und europäische Wurzeln zurück. Trotz des multikulturellen Hintergrunds eint die Arubaner eine starke nationale Identität, die auf dem Erfolg der gesunden Wirtschaft, dem starken Bildungssystem und einem der höchsten Lebensstandards der Karibik beruht.

In allen Lebensbereichen lassen sich die verschiedenen Kulturen entdecken – in den Gesichtern der Menschen, in den Namen von Straßen und Sehenswürdigkeiten, in den vier Alltagssprachen, auf Speisekarten, in der Architektur, der hiesigen Kunst und Musik, Briefmarken und Währung. Feiertage und Feste wie Karneval und Dera Gai haben eine lange Tradition.

Auch Besucher können die hiesige Kultur erleben. Selbst Hotels und Restaurants stellen einheimische Kunst aus und zeigen Ausstellungen das ganze Jahr über. Auf Wochenmärkten findet man arubanisches Kunsthandwerk. Themenabende zum Karneval mit üppigen Buffets sind als Dinner-Alternative beliebt. Sogar die Jetons der Spielcasinos spiegeln verschiedenartige kulturelle Einflüsse. Zu den auf Aruba hergestellten Produkten gehören Esswaren und Sammlerstücke, Weine und Spiritousen, Zigarren, Aloe und Kunsthandwerk.

Ein besonderer musikalischer Vormittag mit einheimischen Bands findet jeweils am letzten Sonntag des Monats zwischen 11 und 13 Uhr im French Steak House des Manchebo Beach Resorts statt. Jeden Dienstag um 18.30 Uhr steigt das Bon Bini Festival im Fort Zoutman mit Folkloretänzern in traditionellen Kostümen, hiesigen Musikstilen und -instrumenten wie die Cuarta, Caja di Orgel und Steel Pan. Verkauft werden heimische Kunst, Kunsthandwerk und kulinarische Spezialitäten.

Jeden Donnerstag verwandelt sich Arubas ehemalige Hauptstadt San Nicolas im Süden der Insel in ein großes Straßenfest mit karibischen Rhythmen, kleinen Buden und Essenständen. Ein Muss für jeden Urlauber, der sich von der Fröhlichkeit der Arubaner anstecken lassen möchte.

Arubas Museen spiegeln die Leidenschaft von engagierten Sammlern, Historikern und Archäologen wider. Kunstgalerien zeigen Ausstellungen mit Malereien, Installationen, Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen, Fotos und Videos arubanischer Künstler. Das ganze Jahr über gibt es im Cas di Cultura und anderen Orten Konzerte und Theaterstücke einheimischer Talente zu sehen.